20110617

ohne worte

Sein Blick ist vom Vorübergehn der Stäbe
so müd geworden, daß er nichts mehr hält.
Ihm ist, als ob es tausend Stäbe gäbe
und hinter tausen Stäben keine Welt.

Der weiche Gang geschmeidig starker Schritte,
der sich im allerkleinsten Kreise dreht,
ist wie ein Tanz von Kraft um eine Mitte,
in der betäubt ein großer Wille steht.

Nur manchmal schiebt der Vorhang der Pupille
sich lautlos auf -. Dann geht ein Bild hinein,
geht durch die Glieder angespannte Stille -
und hört im Herzen auf zu sein.

- Rainer Maria Rilke Der Panther


wüsste man nicht, dass es hier um ein tier geht könnte man fast denken, es geht um einen jungen, der vergeblich nach seiner freiheit sucht.
geht unter die haut. bei mir jedenfalls.

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